TATuP - wohin gehst du?

Publikationsdatum: 29.05.14 17:15    Letzte Aktualisierung: 12.07.18 16:19

Ich gratuliere dem Fachportal TA zur geplanten Implementierung des openTA-Publikationsdienstes. Dieser Dienst soll ? so Maike Abel in ihrem Blogeintrag - die Publikationen der Mitgliedsorganisationen des NTA in einer Datenbank zusammenfassen, durch andere Quellen ergänzen und nutzungsfreundlich zur Verfügung stellen. Eine solche Publikation ist auch die, vom ITAS Karlsruhe herausgegebene Zeitschrift ?Technikfolgenabschätzung ? Theorie und Praxis?, kurz TATuP.

In ihrer jetzigen Form (www.tatup-journal.de) erscheint sie seit 2002: 3 Ausgaben pro Jahr, jede Ausgabe zwischen 100 und 120 Seiten stark. Von 1992 bis 2001 erschienen die TA-Datenbank-Nachrichten, die ?Vorläuferin? von TATuP. Die Zeitschrift erscheint 2014 also immerhin im 23. Jahrgang, sie hat sich einerseits etabliert. Andererseits wollen wir auch hier nach vorne schauen und fragen, wohin sich TATuP entwickeln soll. Schön, dass es eine etablierte TA-Community gibt, der ich diese Frage stellen kann!

TATuP soll auch in Zukunft sowohl gedruckt als auch online (open access) erscheinen. Neben Beiträgen zu einem thematischen Schwerpunkt gibt es die Rubriken TA-Projekte, Diskussionsforum, Tagungsberichte, Rezensionen sowie News aus ITAS, TAB, STOA und unserem Netzwerk TA. Auch der Charakter des Schwerpunkts, ein gesellschaftlich relevantes Forschungsthema aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven in den Blick zu nehmen, hat sich bewährt. Neben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die den Großteil der Leserschaft ausmachen, gibt es auch einen stabilen Stamm an Lesern aus den Bereichen Politik und Gesellschaft.

Dennoch: Gibt es Ihrerseits Vorschläge, wie wir die wissenschaftliche Qualität auch in Zukunft sichern können? Wie sollte Ihrer Meinung nach ein wissenschaftliches Journal zum Thema TA im Jahre 10 nach NTA-Gründung aussehen? Mailen Sie mir, ich freue mich auf Antwort.

geschrieben von Constanze Scherz | 12206 Aufrufe, 3 Kommentare
Michael Nentwich
Ich möchte den schon seit langem im Raum stehenden Vorschlag unterstützen, nämlich dass zumindest ein Teile der TATuP als referiertes Journal geführt wird. Das würde bedeuten, dass nicht nur wie bisher (dankenswerterweise!) das interne Redaktionsteam am ITAS gegenliest, sondern extern begutachtet (doppel-blind) würde. Das hätte den Vorteil, dass nicht nur die Qualität der Beiträge vermutlich noch weiter steigen würde, sondern dass die AutorInnen ihre Artikel als "peer-reviewed" führen können. Mir ist bewußt, dass das organisatorisch einen großen Zusatzaufwand bedeutete. Ich bin aber überzeugt, dass sich der Aufwand lohnen würde. Man sollte andenken, diese Aufgabe zu verteilen, etwa im NTA.
Verfasst am 02.06.2014 12:41
Maike Abel
Ich stimme Michael Nentwichs Kommentar zu, dass eine double-blind peer review die wissenschaftliche Qualität der TATuP erhöhen könnte. Ob wir mit den Möglichkeiten des Fachportals openTA ebenfalls etwas zur Qualitätssteigerung beitragen können ist eine interessante Frage, die wir im openTA-Projektteam mal diskutieren könnten. Vielleicht könnte der openTA Publikationsdienst sozusagen eine erweiterte Infrastruktur für die TATuP-Publikationsverwaltung bieten, z.B. einen Raum für die Veröffentlichung von Preprint-Artikeln aus TATuP, die Möglichkeit der Nutzerinteraktion wie Tagging von TATuP-Inhalten, Rezensieren von Artikeln etc.? Food for thought!
Verfasst am 03.06.2014 19:09
Ulrich Riehm
Ich greife die Überlegungen von Maike Abel auf, welche Rolle openTA für TATuP spielen könnte. Es fehlt ein durchsuchbares Verzeichnis aller Artikel und ihrer AutorInnen der TATuP. Momentan werden nur die Hefte mit ihren Schwerpunktthemen als Einstieg in den TATuP-Kosmos angeboten. Welche Autoren in TATuP publiziert haben, über welche Tagungen berichtet wurde und wer welche Bücher besprochen hat, das ist gar nicht so leicht herauszufinden. openTA könnte in seinem Publikationsdienst alle Beiträge vollständig nachweisen und die besondere Quelle "TATuP" ausweisen. Notwendig wäre auf Seiten von TATuP eine moderne Artikeldatenbank, die in modernen Zeitschriftenredaktionssystemen, wie etwa dem Open Journal System, vorhanden sind. Darauf könnte der openTA-Publikationsdienst automatisiert zugreifen. Das wäre für TATuP gut, die diesen Dienst dann auch auf der TATuP-Site per Widget integrieren könnte, das wäre für openTA eine weitere relevante Publikationsquelle und das wäre für die Nutzer ein deutlich erweiterter Service.
Verfasst am 05.06.2014 10:19
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