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Tracking bei der Partnerwahl, Technikethik für KI und viel Wandel

2019 war das Wissenschaftsjahr zum Thema Künstliche Intelligenz. KI löste als Buzzword einen wahren Hype aus, obwohl es keine allgemeingültigen Definitionen für den Begriff gibt. Prominente Theoretiker*innen widersprechen so vehement der Idee, dass technische Entwicklungen maschinell einen Geist erzeugen können. 11 Titel habe ich aus einer Gesamtheit von 116 Titeln für den Neuerscheinungsdienst (NED) ausgewählt. Hierzu zählen fünf wissenschaftliche Publikationen, die gesellschaftliche Veränderungsprozesse wie medientechnische Entwicklungen, eine mögliche Stärkung der MINT-Fächer oder der Demokratie beziehungsweise eine Regulierung des Liberalismus beleuchten. Im hier vorliegenden Editorial stelle ich diese fünf Titel kurz vor, da sie mir für die TA-Community im Rahmen der Auswertung besonders interessant erscheinen.

Von der Möglichkeit einer klimafreundlichen Gesellschaft

Der neue Blogbeitrag zu TA-relevanten Neuerscheinungen aus der Deutschen Nationalbibliothek im November knüpft an die intensiven Diskussionen der letzten Monate rund um den Klimaschutz an. Vor diesem Hintergrund werden drei Publikationen näher vorgestellt, die eine Brücke zwischen gesellschaftlichem Wandel und Wissenschaft schlagen. Hierzu gehören eine Hochschulschrift zur multimodalen Nutzung von Verkehrsmitteln, ein Sammelband, der sich mit Möglichkeitsräumen in der Ökonomie beschäftigt sowie populärwissenschaftliche Überlegungen zur Rolle des Menschen als Teil des globalen Klimasystems.

Privatheit, Plattformen, und das Recht auf Stadt

Ich lese gerade die umfangreiche Literatur über Governance, um meine Argumentation für einen Artikel zu schärfen, der die mangelnde Eignung zentralisierter staatlich-gesellschaftlicher und vernetzter Zugänge, Entscheidungen über Probleme unter den heutigen komplexen und dynamischen Verhältnissen zu fällen zum Thema hat. Während ich gierig Theorien zu Ungleichgewicht, Komplexität, Anpassungsfähigkeit und Reflexivität durchforste ? alles bekannte Diskussionen in der TA-Community ?, kommt mir vor, dass ich mich im Theoretisieren bereits allzu komfortabel von der Realität losgelöst habe. Ein Blogeintrag über eine Auswahl von Werken, die soziale, wirtschaftliche und Regulierungskonzepte mit Empirie verbinden, ist jetzt sowohl ein herausforderndes als auch willkommenes Erzwingen von Verknüpfungen, einerseits zwischen Theorien und Praktiken, andererseits über Rahmungen, Pfade, Größenordnungen und über die Zeit hinweg. Die Auswahl der drei Bücher in diesem Blogeintrag zeigt die Vielfalt technologischer Gleichzeitigkeiten, die mich reflexive Governance-Zugänge lehren: Die unterschiedlichen Rahmungen und Verständnisse von Privatsphäre im Sammelband von Michael Friedewald, die Veränderungen in den Pfadverläufen von Industrie und Konsumentenmärkten, die in der deutschen Übersetzung des Buchs von Andrew McAfee and Erik Brynjolfsson beschrieben werden und die unterschiedlichen Größenordnungen technologischer Auswirkungen in der Doktorarbeit über städtische Transformation von Andreas Sonntag.